Christiane Klappert
Ja, ich will. Diesseits im Lustprinzip
Der hat noch niemals eine Speise erfahren, nie eine Speise durchgemacht, der immer Maß mit ihr hielt. So lernt man allenfalls den Genuss an ihr, nie aber die Gier nach ihr kennen. Jenen Abweg von der ebenen Straße des Appetits, der in den Urwald des Fraßes führt. Im Fraße nämlich kommen die beiden zusammen: die Maßlosigkeit des Verlangens und die Gleichförmig- keit dessen, woran es sich stillt. Fressen meint vor allem eins: mit Stumpf und Stiel.
(Frische Feigen - Walter Benjamin)
Christiane Klappert *1964, lebt in Hamburg und arbeitet seit 1988 zeitweise auch unter dem Label: heftiger Luxus mit Virtualität, Text, Bild und seriell produzierten Waren als Gegenstände der Alltagskultur an ihrer ganz eigenen Weltanschauung und Vorstellung einer Poesie des Alltags. Vor allem mit essbaren Produkten aus der Massenproduktion, die einen unmittelbaren, direkten Zugang zum Stillen eines Verlangens ermöglichen, insbesondere dann, wenn das Verlangen als maßlos sich erweist und solchermaßen unstillbar ist.
seit 2004 Veröffentlichungen anagrammatischer,
konkreter und visueller Posie und Prosa
seit 2012 Geschäftsführung von Sublime of Change
Ausstellungen, Installationen, Environments, Kunst-Projekte und Performances
2017 *hylē_technē_craquelée oder die Empfindung der Gegenstandslosigkeit*
Edition aus Lakritzkonfekt, das schwarze Quadrat zitierend
NUN – Die Kunst der Stunde #1, Dujardin, Berlin
und Lage Egal, Raum für aktuelle Kunst, Berlin
2006 *Image and Language*
Workshop zur Interpretation von Text und Bild in der Kunst
Goethe-Institut, Toronto, CA
2005 *The Dumbells*
Artist Designed Room
The Gladstone Hotel, Toronto, CA
2005 *Polka Dot Garden*
Environment mit Dänischen 70erJahre Design-Möbeln in getupftem Stoffüberzug und Marzipanrosen
basierend auf *You Grow Girl – Urbain Gardening“ von Gayla Trail
INabstracto, Toronto, CA
2005 *Sweet*
Einzelausstellung
[Bracket] Gallery Toronto, CA
2005 *Equestrian Trompe-l’œil*
Environment mit serieller Wandtapete und Moos
INabstracto, Toronto, CA
2004 *Summer Trio*
Colin Stark, Christiane Klappert, L.C. Hull
[Bracket] Gallery Toronto, CA
2004 *Cabinets of Curiosity*
Eastern Front Gallery, Toronto, CA
2004 *wafer wall* and *marshmallow landscape*
2 Environments
INabstracto, Toronto, CA
2004 *abandoned battue*, *naturelle*, *love is anarchy*
Fotografie und Collagen,
Gruppenausstellung der Stipendiaten Kloster Cismar, 2003
Brunswiker Pavillon, Kiel
2003 *SchmerzKapitale*
Interaktive Oper von Christoph Schlingensief und Carmen Brucic
Performance als Schmerz-Expertin
Schauspiel Frankfurt. Frankfurt am Main
2002 Stipendium des Kultusministeriums Schleswig-Holstein
Artist-in-Residence im Kloster Cismar
2002 *Epikur’s heftiger Luxus*
Performance zur Langen Nacht der Museen mit Lakritz Lingerie und Living Sculptures
Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg
2002 *Ja ich will – Diesseits im Lustprinzip*
Installation - Fotografische Wandtapete mit Kronleuchter aus pinken Luftmatratzen in Form weiblicher Torsi
Forum Fotografie, Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg
2001 *recruiting wolrdwide & elsewhere*
Performance als Recruiting Angel über Head Hunting in der New Economy
Art Labor Hamburg, Börse und Handelskammer Hamburg
2001 *Kalte Glut – the Cold Glow*
Installation einer rauschenden Flut aus kristall-blauen Luftmatratzen
365 Art Project Gallery, Athen
2001 *Loving my Candyman on Blushing Meadows*
Environment einer lustvollen Landschaft aus Marshmallows und Sternenlicht
Kunstverein Heidelberg
2001 *Lovepangs – Join the Lovesick Society*
Interaktive Oper von Christoph Schlingensief, Alexander Kluge und HeavyGirlsLighten
Performance als Schmerz-Expertin
Volksbühne Berlin
2000 *Panther, Tiger & Co. – Eine Parade der Tiere*
Performance-Parade zur Würde der Kreatur
Art Labor, Hamburg und öffentlicher Raum, Hamburg
2000 *Le Bleu du Ciel*
Installation einer rauhen See aus kristall-blauen Luftmatratzen
Empty Rooms Gallery, Berlin
2000 *Liquid Sky*
Installation eines Himmel-Baldachins aus kristall-blauen Luftmatratzen
Künstlerinnen-Kolonie, Die Hoege, Bassum
2000 *Home Entertainment – Mein Leben mit den Tropen, II*
Environment einer Winterlandschaft mit rauschenden Radios, Fotografischer Wandtapete, Kokosnuss-Raspeln, Oblaten
und den Tropen zum antiken Skeptizismus von Pyrrhon von Elis
Haus am Lützowplatz, Studiogalerie Berlin
2000 *Mega Kerls – Eine Reise zum Zuckerhut von Christiane Klappert*
Artist Designed Room – Installation zur Geschichte der männlichen Aktfotografie
Florida the Art Hotel, Hamburg
1999 *Tamagotchi – Das Original bin ich*
Kunst-Projekt zur politischen Korrektheit
Studio Christoph Irrgang, Hamburg
1999 *Heftiger Luxus – Outlet of the Contemporary Fine Art*
Kunst-Projekt zum Internationalen Kunstmarkt
Expressgut Frachtzentrum der Deutschen Bundesbahn, Hamburg-Barmbek
1998 *Christiane Klappert – Eat Art, Collagen und Konkrete Poesie*
Galerie Michael Hauptmann, Hamburg
1998 *Monther’s Finest, Schlacht der Giganten, Sex & Gender*
Fotografische Installation
Dr. Kemfert & Beetz Art Consultants, Frankfurt am Main
1997 *Home Entertainment – Mein Leben mit den Tropen, I*
Environment eines tropischen Regenwalds mit Fotografie, Radios und Zitronengras
und den traurigen Tropen von Claude Levi-Strauss
Studio Regine Stennbock, Hamburg
1997 *Neapolitaner Parkett*
Installation eines Parkett-Fußbodens aus Manner Haselnuss-Schnitten
Kunstbunker, Köln-Ehrenfeld
1997 *Sanssouci – Eine Videobar für Künstlervideos der ersten und zweiten Generation*
mit Ilka Grüneberg und in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein in Hamburg,
Art Space, Fleetinsel, Hamburg
1996 *Zu meinen Bauern zurückzukehren*
Text-Installation basierend auf dem Roman *Christus kam nur bis Eboli* von Carlo Levi
Studio Regine Steenbock, Hamburg
1996 *Roter Teppich*
Installation eines roten Teppich, aus Erdbeerfruchtgummi gehäkelt
Sitamax und Villa Lupi, Hamburg
1992 – 1995
Zusammenarbeit mt Bernhard Cella, Wien
Veranstaltung von Empfängen in Europäischen Generalkonsulaten als Kommunikationsmodelle
*Die Kunst der Veredelung*, Hamburg
*Die Videoarkade*, Linz
*Das goldene Kalb der Subvention*, Wien
1988 – 1992
Zusammenarbeit mit VanGogh TV und Ponton European Media Art Lab, Hamburg
Interaktives Kunstfernsehen und Cyberspace
*Ars Electronica, Linz, 1989, 1990, 1991
*documenta X, Kassel, 1992
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